TUNACONS nahm aktiv am Fünften Lateinamerikanischen Gipfel für Nachhaltige Fischerei und Aquakultur in Mérida, Mexiko, teil – einer Veranstaltung, die mehr als 500 Vertreter aus 16 Ländern zusammenbrachte und über 150 Referenten umfasste, darunter Branchenführer, Regierungsbehörden, NGOs, Wissenschaft und internationale Organisationen.
Unser Geschäftsführer, Guillermo Morán Velásquez, beteiligte sich an einem Panel zum BBNJ-Abkommen (Biodiversität jenseits nationaler Hoheitsgebiete) und zur Rolle des Fischereisektors. Er betonte, wie wichtig es ist, dass neue Maßnahmen auf Hoher See auf belastbarer wissenschaftlicher Grundlage beruhen und vollständig mit den Vorschriften der Regionalen Fischereiorganisationen (RFMOs) wie IATTC, SPRFMO, WCPFC, CCAMLR und anderen vereinbar sind.
Während seines Beitrags hob Morán hervor, dass die Koordinierung mit den RFMOs nicht symbolisch sein darf – sie muss verbindlich und technisch fundiert sein, um Doppelregelungen, ungerechtfertigte Beschränkungen oder negative sozioökonomische Auswirkungen auf rechtmäßig operierende Flotten zu vermeiden, die nach international anerkannten Nachhaltigkeitsstandards arbeiten.
Zentrales Anliegen: Eine Internationale Allianz für die Fischerei auf Hoher See (APESMAR)
Eine der wichtigsten eingebrachten Ideen war der Vorschlag zur Gründung einer Internationalen Allianz für die Fischerei auf Hoher See (APESMAR) – ein Koordinierungsmechanismus zwischen industriellen und handwerklichen Fischereiorganisationen, Universitäten, Forschungszentren und Unternehmen, die sich für verantwortungsvolle Fischerei einsetzen.
Die Ziele dieser Allianz sollen sein:
- Aufbau einer soliden technischen und rechtlichen Position vor der ersten BBNJ-COP.
- Sicherstellen, dass die Umsetzung des Abkommens den Wert nachhaltiger Fischerei und ihre Rolle für die globale Ernährungssicherheit anerkennt.
- Garantieren, dass Maßnahmen – etwa die Einrichtung von Meeresschutzgebieten auf Hoher See – auf solider wissenschaftlicher Evidenz beruhen und die Entscheidungen der RFMOs respektieren.
- Die Stimme des weltweiten Fischereisektors zu vereinen, um Fehlinterpretationen oder unangemessene Anwendungen des Abkommens zu verhindern.
Diese Initiative aus Ecuador unterstreicht die Bedeutung eines internationalen Governance-Rahmens, der den produktiven Sektor in zentrale Entscheidungen über die Ozeane einbezieht – insbesondere jene, die direkt auf See arbeiten und verantwortungsvolle Praktiken fördern.
Unser Engagement
Von Ecuador aus bekräftigt TUNACONS sein Engagement für eine nachhaltige, transparente und wissenschaftsbasierte Fischerei, mit konstruktiver Beteiligung in allen Foren, die die Zukunft des Meeresschutzes und der nachhaltigen Nutzung gestalten werden. Wir glauben fest daran, dass gut gemanagte, verantwortungsvolle und wissenschaftlich fundierte Fischereien ein wesentlicher Teil der Lösung sind, um die Meeresbiodiversität für heutige und zukünftige Generationen zu schützen.
Wir werden weiterhin für einen gesünderen Pazifik, eine nachhaltigere Thunfischfischerei und einen internationalen Governance-Rahmen arbeiten, der jene anhört, die vom Meer leben – und es schützen.
